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7.12.06

Wie bekommt man eigentlich Windeln verschrieben?

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass sich manche Windelliebhaber ihre Windeln sogar verschreiben lassen. Laut Phil, einem passionierten Windelträger aus Bayern, scheint das alles auch ganz einfach zu sein:

Phil: "Meine erfolgreichste Aktion war Windelhosen auf Rezept einfach so zu bekommen die kasse hat meinen Spass auch bezahlt !!"


Ich habe dann mal nachgefragt, wie er das angestellt hat:

"Ich habe 4 Jahre in H*** gelernt und habe auch dort gewohnt . Hatte also aucheinen Hausartzt in Hof . Erst habe ich mir immer Windelhosen im Sanitätshaus besorgt und das war mir mit der zeit zudumm und auch zu teuer . Ich hatte mich erkundigt ob mann auch die möglichkeit hat die Windelhosen auf rezept vom Artzt zubekommen . Ich war wegen meinem geringen einkommen bei der Krankenkasse von den zuzahlungen Befreit . Die Verkeuferin hat gesagt es ist auch mit einen Rezept Vom Artzt Möglich die Windelhosen zu bekommen . Dann bin ich schnurstraks zum Hausartzt gegangen der auch jeden Krankgeschrieben hat der gesagt hatt im tut das und das weh. Also habe ich das auch ausgenutzt und gesagt das ich Bettnässer wehre.Und ob es eine Möglichkeit gibt !!"

Und wie hat der Arzt reagiert?

"Er hat gesagt das er mir vorläufig Windelhosen verschreiben würde und er mir einen überweisungsschein zum Urologen mit gibt und ich dort hin gehen solte . Ich hatte somit mein erstes Rezept für Windelhosen die mich nichts Gekostet haben. Beim zweitenmal bin ich hin und habe gesagt das der Urologe mir empfolen hatt das mit den Windelhosen beizu behalden und ich hatte dann zum zweitenmal ein rezept. das konnte ich dann noch 1 einhalbes Jahr noch so machen."


Wow... Und wie machst du es jetzt, kriegst du die immer noch umsonst (beziehungsweise fast umsonst) von der Krankenkasse?

"Ich muss mir die Windelhosen jetzt kaufen aber ich bekomme sie von der Landapotheke billiger weil ich dort schon Stammkunde bin des is auch gut."

Fazit: es scheint auf den Arzt anzukommen. Und: man muss sich trauen...

Meine Meinung zu den daruch entstehenden Kosten (die ja "alle Versicheren" zu tragen haben) ist liberal - als ökonom sage ich nur, das ist ein typischer Public Good - Effekt. Man kann es echt niemandem verübeln, dass er die Incentives nutzt, die ihm gegeben werden. Hieran sieht man mal wieder, wie nur der freie Markt Ineffizienzen wie das Abgeben von Windeln an Nicht-Bedürftige regeln kann. Solange Phil nicht die Kosten zu tragen hat, die er verursacht, ist ihm sein Verhalten (ökonomisch gesehen) nicht übel zu nehmen!

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23.7.06

Erstattung von Inkontinenzprodukten

Ein Merkblatt des Bundesverbands Medizintechnologie klärt über die Erstattung von Inkontinenzprodukten auf.

"Inkontinenzhilfsmittel zählen zu den zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln. Hier gilt eine gesetzliche
Zuzahlungsregelung von 10 % je Packung, höchstens jedoch 10 ?/Monat für alle zum Verbrauch bestimmten Hilfsmittel.
Private Aufzahlungen des Patienten ergeben sich aus der Differenz zwischen dem Abgabepreis und dem
Erstattungsbetrag durch die Krankenkasse (bundesweite Festbeträge)."


Interessant ist auch die lange Liste von Inkontinenzprodukten! Vorlagen, Netzhosen und Inkontinenzhosen machen dabei nur den kleinsten Anteil aus. Alleine schon des überblickes lesenswert!

Die Bröschüre gibt es hier:

+ bvmed.de

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